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Netzentwicklung Innenstadt

Liniennetz 1954

Mitte der 50er Jahre erreicht das Frankfurter Straßenbahnnetz seine größte Ausdehnung. Zwischen 1950 und 1955 wuchs die Linienlänge von 209 auf 259 Kilometer. Die Zahl der Linien stieg  von 25 auf 27. Damit die Verkehrsmenge von durchschnittlich 462 494 Fahrgästen/Tag (1955) bewältigt werden konnte, verliefen die Straßenbahntrassen oftmals parallel zueinander. So beispielsweise auf der Altstadtstrecke, der Zeil und der Stephanstraße.


Liniennetz 1969

1961 wurde der Bau eines U-Straßenbahnnetzes beschlossen, das später zu einer U-Bahn ausbau.a. sein sollte. Im Laufe der Planung entwickelt sich das Projekt immer weiter in Richtung einer  U-Bahn. 1963 wird der 1.Rammschlag an der Miquel-/Adickesallee vollzogen. 1968 die erste U-Bahnlinie zwischen Nordweststadt und Hauptwache eröffnet. Diese wird auch von an die Gegebenheiten der U-Bahnstrecke adaptierte Straßenbahnwagen aus Richtung Oberursel und Bad Homburg mitbenutzt, die hinter der Hauptwache über eine (1978 zugeschüttete) Rampe am Taunustor über das Straßenbahnnetz zum Hauptbahnhof fahren


Liniennetz 1974

Bereits 1966 wurde auch mit dem Bau des ersten Bauabschnitts der B-Strecke begonnen. Da die Finanzierung aber ins Stocken geriet kamen die Bauarbeiten kurze Zeit später um erliegen. Erst 1974 konnte der erste Abschnitt der B-Strecke vom Theaterplatz (heute: Willy-Brandt-Platz) zur Rampe am Scheffeleck eröffnet werden. Von der Rampe gelangten die Züge der zunächst als "B1" (spätere U5) bezeichneten Linie auf die Straßenbahngleise der Eckenheimer Landstraße.


Liniennetzplan 1980

Mit der Eröffnung der S-Bahn 1978 wurden das Straßenbahnnetz weiter ausgedünnt. Wegen des Weiterbaus der S-Bahn unter der Zeil durch, verschwand auch dort die Straßenbahn. Ebenfalls 1978 wurde die B-Strecke zum Hauptbahnhof verlängert. 1980 wurde dann die U4 nach Bornheim eröffnet. Wegen unterschiedlicher Wagenbreiten wurde die U5 gleichzeitig zur Konstablerwache verkürzt und war nun eine "U-Bahnlinie" mit 1 unterirdischen Station. Die nächste U-Bahneröffnung erfolgte 1984 mit der Verlängerung der A-Strecke zum Südbahnhof.


Liniennetz 1986

1983 wurde der Innenstadttunnel der S-Bahn zur Konstablerwache verlängert. Große Einschnitte ins Straßenbahnnetz brachte 1986 die Eröffnung der C-Strecke (U6, U7), mit der die (oberirdisch)"schienenfreie Innenstadt" umgesetzt werden sollte. Gegen die Stilllegung der Straßenbahn formierte sich ein breiter Bürgerprotest, über den sogar in überregionalen Medien berichtet wurde. Das Regierungspräsidium Darmstadt verweigerte daraufhin die Stilllegungsgenehmigung. Erst als klar war, das die Altstadtstrecke erhalten wird, könnte die U-Bahn zwei Wochen später ohne Feierlichkeiten eröffnet werden.


Liniennetz 1999

In den 90er Jahren ist das S-Bahnnetz in Richtung Südbahnhof (1990), Mühlberg (1992), Offenbach und Hanau (1995) sowie Darmstadt (1997) verlängert worden. Auch die Linien U6 und U7 endet nicht mehr am Zoo, sondern fahren weiter nach Enkheim (U7 seit 1992) bzw. Ostbahnhof (U6 seit 1999). Im Jahr 1999 wird aber auch ein bedeutetender Abschnitt im Straßenbahn netz eröffnet: Der Lückenschluss zwischen Konstablerwache und Börneplatz, der eine bewegte Planungsgeschichte aufweist.