Trampage.de: Informationen über Frankfurts öffentlichen Nahverkehr

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Französischer Chic für Frankfurt: So sieht der Typ T aus

Am 19. Juli 2018 bestellte die VGF 43 neue Straßenbahnen bei Alstom. Die ab Ende 2020 zur Auslieferung vorgesehen Wagen ersetzten die erste Generation Niederflurwagen des Typs R und decken den durch Angebotsverbesserungen entstandenden Mehrbedarf an Wagen. Mit einer Variante der Fahrzeugfamilie "Citadis X05" konnte Alstom die 2017 gestartete Ausschreibung in Frankfurt für sich entscheiden. In Frankreich ist Alstom bei Straßenbahnsystemen Marktführer verkauft nach 10 Jahren aber erstmals wieder Straßenbahnwagen nach Deutschland. Künftig könnten es mehr werden, da Siemens und Alstom eine Fusion anstreben und dann sicher aus den Produktpaletten beider Hersteller anbieten werden. Mehr Infos zum Typ T und im VGF-Blog

Warum Wiesbaden eine Straßenbahn braucht

Wiesbaden gehört zu den größten Städten in Deutschland ohne städtischen Schienenverkehr. Der gesamte innerstädtische Nahverkehr wird mit rund 250 Bussen, davon rund 100 Gelenkbusse, abgewickelt. Doch die Einwohnerzahl Wiesbaden wächst weiter. Es wird mit einem Überschreiten der 300.000-Marke gerechnet. Wiesbaden braucht daher dringend eine leistungsfähige Ergänzung des Busverkehrs. Es liegt daher nah, das Mainzer Straßenbahnnetz nach Wiesbaden zu erweitern. Mit dem Projekt "Citybahn" ist die erste Strecke von Mainz über Wiesbaden bis in den Taunus nach Bad Schwalbach in Planung. Als Durchmesserlinie durch Biebrich und die Wiesbadener innenstadt kann die Citybahn viele Bus- und Autofahrten ersetzen. Während in Frankreich und in anderen Ländern viele Städte - die die Straßenbahn in den 1950er Jahren abgeschafft hatten - neue Straßenbahnsysteme aufgebaut haben, stoßen solche Projekte in Deutschland immer wieder auf Widerstand. Mit falschen Behauptungen machen Gegner der Citybahn in Wiesbaden Stimmung gegen das Projekt. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich für den Bau der Citybahn ein. Auf seiner Webseite vcd-wiesbaden.de hat der Argumente für die Citybahn gesammelt und nimmt Stellung zu den Argumenten der Kritiker. Als Beispiel für die Bauarbeiten für eine Straßenbahnstrecke wird dort die Straßenbahnstrecke über die Stresemannallee mit einer Bilderstrecke gezeigt. Auch hier gab es vor dem Bau Proteste gegen die Strecke - heute freut man sich über die Verbindung.

Vor 40 Jahren: Eröffnung des S-Bahntunnels zur Hauptwache

Die Frankfurter S-Bahn wird 40. Am Wochenende 27. und 28. Mai 1978 wurde mit einem Fest und einer Fahrzeugschau (auf der u.a. der Intercity-Triebwagen ET 403 ausgestellt war) der Innenstadttunnel vom Hauptbahnhof zur Hauptwache eröffnet. Gleichzeitig wurde der S-Bahnbetrieb mit 6 S-Bahnlinien (S1-S6) aufgenommen, die von der Hauptwache nach Wiesbaden, Niedernhausen, Bad Soden, Kronberg, Friedrichsdorf und Friedberg verkehrten. Der S-Bahntriebwagen ET 420, der schon seit 1975 im Raum Frankfurt eingesetzt wurde, gehörte nun bis zu seinem Einsatzende 2014 zum alltäglichen Bild in der Mainmetropole. Gleichzeitig mit der Eröffnung des S-Bahntunnels wurde auch die B-Strecke der U-Bahn vom damaligen Theaterplatz (heute Willy-Brandt-Platz) zum Hauptbahnhof verlängert. Zur Unterscheidung zwischen U-Bahn und S-Bahn erhielten die U-Bahnlinien neue Liniennummern (statt A1, A2, A3 und B1 hießen sie jetzt U1, U2, U3 und U5). Die Eröffnung der S-Bahn wurde aber auch dazu genutzt das Straßenbahnnetz, das nach damaligen Planungen vollständig durch U- und S-Bahn sowie Busse ersetzt werden sollte, auszudünnen. So wurde der Straßenbahnabzweig vom Industriehof zum Rödelheimer Bahnhof stillgelegt (mehr Stilllegungen in dieser Zeit auf der Webseite von Tramfan-ffm). Heute ist die S-Bahn nicht mehr aus dem Frankfurter Nahverkehrssystem wegzudenken (eine kurze Übersicht wie es weiterging findet sich hier). Allerdings müssen sich die S-Bahnen auf vielen Strecken die Gleise mit dem Güter- und Fernverkehr teilen, was sie anfällig für Verspätungen macht. Der Innenstadttunnel durch den fast alle Linien (bis auf S7) müssen, ist hier ein limitierender Faktor. Wenn es im Tunnel Störungen gibt, wirken sie sich auf das ganze Netz aus.

Film über die schienenfreie Innenstadt 1986 bis 1990

Mit der Eröffnung der neuen U-Bahnstrecke U6/U7 zwischen Praunheim/Hausen und dem Zoo im Jahr 1986 sollten alle Straßenstrecken in der Frankfurter Innenstadt stillgelegt werden. Zwei Schüler dokumentierten damals mit der Super-8-Kamera den Straßenbahnbetrieb am Opernplatz, der Schillerstraße und am Rathenauplatz. Drei Jahre später entstand daraus der Film "Schienenfrei? - Schiene frei!". Nachdem er auf einigen Jugendfilmfestivals gezeigt wurde und auf VHS-Kassette in der Stadtbücherei ausgeliehen werden konnte, wurde er im Jahr 2011 anläßlich der Eröffnung der Straßenbahnstrecke nach Preungesheim Ost öffentlich im naxos.Kino gezeigt.

Schienenfrei? - Schiene frei! - Die Straßenbahn in der Frankfurter Innenstadt from SK-Media on Vimeo.

Frankfurter Schnellbahnen als T-Shirtmotiv

Seit dem 2. November sind die S-Bahnen des Typs ET 420 in Frankfurt Geschichte. Auch die Zeit für die U-Bahnwagen des Typs U2, die derzeit noch auf der Linie U4 eingesetzte werden läuft bald ab. Beide Fahrzeugarten wurden in den 60er Jahren entwickelt und in mehreren Serien über mehrere Jahrzehnte gebaut. Sie haben das Bild des Frankfurter Schnellbahnverkehrs geprägt und sind Idenfikationsobjekt für viele Frankfurter Nahverkehrsfreude. Ein T-Shirtmotiv mit beiden Fahrzeugen in Ihrer Ursprungslackierung erinnert jetzt an den Beginn des Schnellbahnzeitalters. Es läßt sich auf verschiedene Textilien aufbringen - zur richtigen Darstellung des orangenen Fensterbandes der S-Bahn benötigt es aber eine orangefarbenen Untergrund. Wer natürlich lieber eine S-Bahn in Münchner Blau haben will, wie sie auch vereinzelt im Rhein-Main-Gebiet eingesetzt wurden, kann auch ein blaues T-Shirt wählen. Erhältlich ist das Motiv bei Spreadshirt.

Durchblicken statt Werbung auf Fensterflächen 

Der Blick aus dem Fenster beim Bus- und Bahnfahren dient der Ablenkung, Entspannung aber auch der Orientierung. Als Fahrgast kann man die durchfahrende Umgebung entdecken, ohne sich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen. Dieser Blick aus dem Fenster wird aber immer öfter durch Werbebeklebungen, die die Fensterflächen einbeziehen, eingeschränkt. Die dafür verwendete schwarze Lochrasterfolie schränkt die Sicht nach außen ein. Besonders Objekte in der Nähe, wie Haltestellenbeschriftungen, können nicht gut wahrgenommen werden. 

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